­čĹëNEUES VON - HELMUT H. KR├ťGER ....GEDICHTE ...SEITE 2

 Seite Nr 2
Hier stelle ich dem Leser weitere Gedichte von 
Helmut H.Kr├╝ger vor.





Herrliche Sommerzeit

Wie herrlich ist die Sommerzeit,
sagt einer, springt voll Heiterkeit;
(er n├╝tzt gleich die Gelegenheit)
ins Meer, wo er voll Freude schreit -
„oh wundersch├Âne Sommerzeit.“

Ein anderer empfindet Leid
weil ihn die Hitze gar nicht freut,
macht sich in seiner M├╝digkeit
in seinem k├╝hlen Keller breit -
und st├Âhnt „oh diese Sommerzeit.“

Ein dritter sagt, es ist so weit
 f├╝r meines Gartens sch├Ânste Zeit,
freut sich in seiner Einsamkeit .
und haucht leis in Zufriedenheit

„wie herrlich ist die Sommerzeit.“hhk


Hundstage

Es beginnt schon fr├╝h um sieben,
schwei├čdurchn├Ąst steh ich dann auf.
Fr├╝hsport, wie vom Arzt verschrieben,
der wird l├Ąngst nicht mehr betrieben.
Auch entf├Ąllt der Dauerlauf.

Daf├╝r unter Duschen huschen,
st├Âhnend brech ich den Record
neuerdings im Dauerduschen.
Doch ich kippe aus den Puschen:
Wasserrechnung! Teurer Sport.

Gerne zieh ich Literweise
kalte Brause in mich rein.
Schleck voll Lust am k├╝hlen Eise,
meide jede hei├če Speise
und sogar mein Gl├Ąschen Wein.

Wenn ich jetzt auch furchtbar st├Âhne
find ich´s Wetter trotzdem gut.
Und ich hoffe, dass der sch├Âne
Sommer andre auch verw├Âhne -
kocht mir auch derweil das Blut.
h.h.k.

Liebeserkl├Ąrung

Ich hatte mal, man glaubt es kaum,
vor langer Zeit schon einen Traum,
wollt unter einem guten Stern,
von all dem L├Ąrm  der Gro├čstadt fern,
da wo mein Leben ├Âd und leer,
auf einem Eiland, weit im Meer,
nicht nur im Urlaub gl├╝cklich sein.
Die Insel dacht ich, die soll mein
in m├Âglichst naher Zukunft sein.

Ich  brauchte zwar noch manches Jahr
bis dieser Traum dann Wahrheit war.
Doch heut leb ich seit langer Zeit
vom Gro├čstadtl├Ąrm total befreit
auf meiner Insel, und zum Gl├╝ck,
will ich auf keinen Fall zur├╝ck.
Doch wenn ich mal im Urlaub bin
dann fahr ich da ganz gern mal hin,
  f├╝r zwei, drei Tage macht das Sinn.  hhk



17.102013
 



Der Pfingstausflug

Bolle reiste einst zu Pfingsten,
damals mit der Pferdebahn,
wohlgemut mit seinem J├╝ngsten
und kam auch in Pankow an.

Heute reist der Mensch im Auto,
meistens auf der Autobahn.
Heute geht es meistens laut zu,
heute kommt man auch noch an.

Vorher steht manch Zeitgenosse
erst einmal mit Kind und Frau
und mit seiner Prachtkarosse
ein paar Stunden fest im Stau.

Grad zu Pfingsten ein Vergn├╝gen
von der ganz besond´ren Art.
Mag es manchen auch betr├╝ben
das ist schlicht die Gegenwart.

Es mag den Betroff´nen tr├Âsten:
denn zur Zeit der Tagesschau
z├Ąhlt er dann zu den Erl├Âsten,
denn da endet meist der Stau.

Und die Reise geht dann weiter,
wie gesagt, man kommt ans Ziel.
Nimm´s gelassen, nimm es heiter
denn du ├Ąnderst ja nicht viel.

Jede Zeit und nicht nur Pfingsten
gl├Ąnzt auch mit Beschwerlichkeit.
Bolle, der verlor den J├╝ngsten -
wir verlieren meist nur Zeit. hhk



Sp├Ąte W├╝nsche

Manchmal m├Âcht ich meinen Herbst
gegen einen Lenz umtauschen.
M├Âchte wieder unbeschwert
so wie einst durchs Leben rauschen.

Manchmal w├╝rde ich so gern
meiner sp├Ąten Tage Grau
tauschen, wenn es m├Âglich w├Ąr,
in ein fr├╝hlingshaftes Blau.

Manchmal l├Ąsst ein Wunsch sich nicht,
ist er noch so hei├č, erf├╝llen,
und er bl├╝ht dann insgeheim
tief in mir – im Stillen.
H.H.K

Zum Muttertag

Einst brachte ich an diesem Tag
mit ´nem gestohl´nen Blumenstrau├č,
als Dank f├╝r all die M├╝h´und Plag,
ein bisschen Freude dir ins Haus.

Heut´schreib ich aus der Ferne dir
mit Kugelschreiber ein paar Zeilen,
auf buntem Muttertagspapier.
Und ├╝berla├č der Post die Meilen.

Gern lie├č ich mich als „Blumenklau“
f├╝r dich noch mal erwischen;
wenn Blumen daf├╝r dann genau,
wie einst auf bunten Tischen,

das Zimmerchen wie einen Saal
so sch├Ân und festlich schm├╝ckten,
und deine H├Ąnde mich nochmal -
wie einst so z├Ąrtlich dr├╝ckten. hhk


Zu sp├Ąt
Jedes Jahr zum Muttertag
mach ich gern, was Mutter mag.
Richte gern den Fr├╝hst├╝ckstisch,
schm├╝cke ihn mit Blumen; frisch
unterm Apfelbaum gepfl├╝ckt.
Wei├č doch was Mama entz├╝ckt.
Au├čerdem was allen schmeckt,
aller edelstes Konfekt,
auch das Mutterherz erfreut. -
Von mir wird dies mal bereut
das ich ja im letzten Jahr,
auch wie oft, recht lieblos war.
Hatte selten f├╝r sie Zeit,
fand kaum die Gelegenheit
sie mal in den Arm zu nehmen.
Sollte eigentlich mich sch├Ąmen.
Heute denke ich an sie:
Bitter ist die Ironie,
denn, wie´s oft im Leben geht -
leider ist es jetzt zu sp├Ąt. hhk



Erinnerungen

F├╝r mich als kleiner Junge war
der Muttertag in jedem Jahr,
der  Tag, an dem ich stets erneut
das tat, was Mutters Herz erfreut.

Ich hab mich sogar mal getraut
und einen Fliederstrau├č geklaut.
Na gut, ich war wohl erst zehn Jahr,
das Unrecht war mir doch schon klar.

Hab lange mich daf├╝r gesch├Ąmt,
und insgeheim auch sehr gegr├Ąmt.
Jedoch, was lange mich beschwert,
das ist inzwischen l├Ąngst verj├Ąhrt.

Heut sieht das alles anders aus:
Ich kaufe einen Blumenstrau├č,
und stell, weil Liebe heut noch gilt
ihn neben Mutters  Bild. hhk


Es ist Mein Kreuz
nach A. v. Chamisso

Es ist genug, sprach ich, oh Herr,
so wie es l├Ąuft, geht das nicht mehr.
Es ist mein Kreuz, das ich nicht mag
und viel zu lange schon ertrag -

und auch nicht mehr ertragen kann.
Der Herr sah mich jetzt schweigend an,
sprach jedes Wort wohl mit bedacht:
O. k., mein Sohn, gib nun acht!

Wenn dir dein Kreuz nicht mehr gef├Ąllt,
es gibt Millionen auf der Welt.
Hier sieh dich um, such dir eins aus;
er zeigte mir in einem Haus

die reinste Musterkollektion.
Nimm das, was dir gef├Ąllt, mein Sohn. -
Ich staunte, was ich sah war toll
und irgendwie auch anspruchsvoll.

Da gab es H├Âlzerne, auch Stein
und Sch├Âne, pures Elfenbein.
Fast alles, was der Mensch gewollt,
aus Silber etwa und auch Gold.

Ich w├Ągte lang, bis ich entschied ,
da├č jeden Fehler ich vermied,
und w├Ąhlte, nicht ganz ohne Stolz,
ein schlichtes aus Olivenholz.

Nicht grade klein, auch nicht zu gro├č,
ich fand das Neue ganz famos.
Ein Kreuz f├╝r jede Lage recht.
Ja meine Wahl die war nicht schlecht.

Gelassen sprach nun Gott, der Herr:
Du machtest dir die Wahl nicht schwer,
du w├Ąhltest das, was zu dir passt -
 Helmut H. Kr├╝ger

                   

Angst
­čÉş­čÉş
Zwei kleine M├Ąuse lieben sich.
Ich hoffe nur, mein Schatz,
st├Âhnt der ersch├Âpfte M├Ąuserich,
"das war nicht f├╝r die Katz,"
H.H.K.



Aprilspaziergang

Ich kann machen was ich will.
Wenn das Fr├╝hjahr im April
mit dem ersten Gr├╝n entz├╝ckt,
spielt das Wetter meist verr├╝ckt.

Vorm Spaziergang schau ich raus,
wie geh ich heut aus dem Haus.
Heut´ geht vielleicht im Hemd,
 nein, die  Sonne wird gehemmt.

Dann zieh´ ich was Warmes an,
kleid´mich wie der Weihnachtsmann.
Manchmal da ist dann vielleicht
nur die Luft ein bisschen feucht..

Beim Spaziergang gibts auch Stress.
Ich will raus, da regnet es.
Doch dann greif ich ohne Scherz
wieder mal zum Friesennerz.

Sicher geben sie mir Recht:
Niemals ist das Wetter schlecht.
Falsche Kleidung ist es meist,
die sich dann als schlecht erweist.

Doch wenn sie flexibel sind,
dann st├Ârt Regen nicht. Kein Wind
h├Ąlt sie dann vom wahren Gl├╝ck
des Spaziergang´s mehr zur├╝ck.
hhk


Ostern – kein Spaziergang

Ostern bleibe ich zu Haus.
Wie ich mich nach Freiheit sehne.
Geht nicht, bin in Quarant├Ąne
und darf nicht so einfach raus.

Es ist keine leichte Zeit,
kann das Ende kaum erwarten.
Bleibe Ostern brav im Garten,
auch zu meiner Sicherheit.

Neben einem Osterei,
hoff ich, bringt der Osterhase,
Osterglocken f├╝r die Vase
und die Botschaft mir vorbei.

Wie der ganzen Christenheit:
Gottes Sohn ist auf erstanden.
Und wie wir am Ende fanden -

etwas Gl├╝ck in schwerer Zeit.hhk

Helden
Jede Zeit hat Ideale,
jede Zeit hat ihr Idol.
G├Âtzenk├╝r, oh du fatale,
billig wirkst du und frivol.

Fr├╝her, noch vor ein paar Jahren,
waren´s Helden von Karl May,
die zum Teil uns Vorbild waren.
Doch das ist schon lang vorbei.

Ach, wie ├Ąndern sich die Zeiten,
was ist das heut f├╝r ´ne Zeit?
Leute die als „Leitbild“ leiten,
hei├čen „Bonny“  heut und „Clyde.“

Sicher waren die Idole
die uns einst Herr May beschert,
auch nicht nur zu unserm Wohle
und nicht nur von hohem Wert.

Heut verehrt man das Verbrechen.
Jeder Gangster ist ein „Held“.
Wir kaschieren uns´re Schw├Ąchen
mit dem kleinen W├Ârtchen Geld.

Jede Zeit braucht Ideale,
jede Zeit braucht ihr Idol.
Schlie├člich gibt es ganz reale -
Es gibt gute, ganz normale _

weder billig, noch frivol
H.H.K.

Aprilwetter
Meistens wei├č ja der April
nicht so richtig, was er will.
Gestern hat er Schnee geschickt,
heut mit Sonne uns begl├╝ckt
und  mit ├╝ber zwanzig Grad
die er uns gespendet hat,
ists f├╝r den April zu hei├č.

Daf├╝r droht demn├Ąchst wohl Eis.
H├Ąlt doch das Azorenhoch
h├Âchstens zwei, drei Tage noch.
Dann tauscht du wahrscheinlich fix
deine flotte Sommerb├╝x,

mag sie noch so modisch sein,
gegen etwas Warmes ein.
Trotzdem sind die F├╝├če kalt
und es meldet sich alsbald
unversch├Ąmt ein Hustenreiz.
Ja, und drau├čen st├╝rmts und schneits.

Und die Winterreifen steh´n
schon im Keller. Winde weh´n
ziemlich st├╝rmisch aus Nordost.
In den N├Ąchten leichter Frost -
Winter droht mit letzter Kraft.
Du schl├╝rfst flei├čig Hustensaft,

schluckst dazu zwei Asperin.
 Hoffst, dass dich die Medizin,
m├Âglichst nebenwirkungsfrei
sp├Ątestens bis Anfang Mai
auch von dem Infekt befreit.

Cool ├╝bst du Gelassenheit,
nimmst jetzt auch noch Regen hin,
kratzt dich leicht am Doppelkinn
und stellst fest, dass der April
nie wei├č, was er wirklich will.
Helmut H. Kr├╝ger
Mahnung an den Fr├╝hling

Der Fr├╝hling, so wird uns versprochen,
der trifft nun wohl endg├╝ltig ein.
Die ersten Knospen sind gebrochen
und t├Ąglich gr├╝├čt der Sonnenschein.

Die Sonne macht jetzt ├ťberstunden,
nur w├Ąrmen will sie leider nicht.
Der Winter scheint zwar ├╝berwunden,
tu Fr├╝hling endlich deine Pflicht.

Die Blumen w├╝rden leichter bl├╝hen,
wenn es ein bisschen w├Ąrmer w├Ąr,
und erste Herzen w├╝rden g├╝hen.
Wer setzte sich da  schon  zur Wehr?

dann jubelte die Vogelschar
H.H.K

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