12.09.2026
Wie gewonnen so zerronnen
Wie
gewonnen - so zerronnen Ein
Netz aus Worten, fein gewebt,doch
Gift ist das, was darin lebt.Die
Wahrheit wird zum Zerrbild bloß,der
Hochmut macht die Lüge groß. Wer
Falschheit sät in seiner Spur,will
kränken und verletzen nur.Er lenkt
den Blick, er führt in Not,sein
Wort bricht er wie trocken Brot. Doch
Masken fallen, Stück für Stück,kein
Trug bringt wirklich wahres Glück.Was
durch Betrug gewonnen scheint,ist
stets mit Einsamkeit vereint. ©
Birgit Klingebeil [2026]
7
11.09.2026
Gratwanderung
Gratwanderung Der
Morgen küsst die grünen Matten,wir
wandern durch den Lärchenhain.Die
Bäume spenden sanften Schatten,sonst
liegt der Weg im Sonnenschein. Der
frische Duft von Harz und Nadelnumweht
uns auf dem schmalen Pfad,wenn
sacht die linden Winde adelndie
Stille - und ihren leisen Rat. Dann
plötzlich, es ist wie ein Wunder,öffnet
sich uns ein Blick in das Tal;ein
Fluss zieht silbern sich hinunter,beschienen
vom hellen Sonnenstrahl. Die
Berge ringsum stehen in Reih’n,bewaldete
Gipfel, stolz und kühn,und
lassen uns im milden Scheinstaunend
durch die Bergwelt zieh'n. Wir
spüren frischen Wandermutund
bleiben doch sinnend kurz steh'n.Im
Glück, das in dem Schweigen ruht,bevor
beschwingt wir weiter geh'n. ©
Birgit Klingebeil [2026]
10.09.2026
Lebe dein Leben
Lebe dein Leben Ein Windhauch flüstert der Himmel schweigt ein Herzschlag pocht die Zeit sich zeigt. Der Regen singt ein Lied der Nacht der Mond erzählt von stiller Pracht. Die Seele sucht im Sternenlicht im Dunkeln nochden Augenblick. Erinnere dich das Leben ruft im Morgengraudas Glück dich sucht9.9.26
Ein starkes Ich
Ein
starkes Ich Der
Sturm mag heulen, wild und laut,der
Wind an deinen Mauern zerren,doch
wer auf seine Stärke vertraut,den
können keine Ängste sperren. Es
bricht das Holz, das starr und alt,es
reißt das Seil unter der Last,doch
deine Seele sucht sich Halt,in
dem, was du im Herzen hast Du
bist wie Schilf im tiefen Moor,das
sich im harten Winde biegt,doch
richtest du dich stets empor,bis
deine Kraft am Ende siegt. Nichts
auf der Welt wirft dich zurück,kein
Dunkel raubt dir dein Gesicht.In
jedem Splitter wohnt ein Glück,du
beugst dich wohl, doch ...brichst
du nicht.©
Birgit Klingebeil [2026]
09.09.2026
Ruhestand
Knackiger
Ruhestand
Wie
sehr hab’ ich mich auf die Rente gefreut,
auf
Freiheit von Zwängen und Endlosigkeit!
Ein
neuer Abschnitt, so dacht’ ich mir froh,
mit
Zeit für die Lieben, viel Schönes und so.
Doch
ist diese Umstellung wirklich enorm,
der Körper
gerät völlig und ganz aus der Form.
Was
früher mal flink und mal eben gelang,
wird
heute zum mühsamen Hindernisgang.
Im
Rücken da zwickt es, die Knie spielen verrückt,
vom
Bücken bin ich nicht gerade beglückt.
Schwere
Beine, bereits beim Aufsteh’n am Morgen
die
Puste wird knapp, das macht mir schon Sorgen.
Soll
ich etwa doch wieder die Arbeit rocken?
Nur
weil mir das Turnen den Atem lässt stocken?
Dort
hab ich mich wahrlich mehr noch bewegt,
also
- wird der Fokus auf „Walking“ gelegt!
Es
sind nur die Pausen, die Trägheit im Blut,
drum
tut mir Elan und auch Ausdauer gut.
Dem
Schlendrian wird jetzt der Kampf angesagt,
damit
mir der Ruhestand auch richtig behagt!
©
Birgit Klingebeil [2023/2026]
Knackiger
Ruhestand
Wie
sehr hab’ ich mich auf die Rente gefreut,
auf
Freiheit von Zwängen und Endlosigkeit!
Ein
neuer Abschnitt, so dacht’ ich mir froh,
mit
Zeit für die Lieben, viel Schönes und so.
Doch
ist diese Umstellung wirklich enorm,
der Körper
gerät völlig und ganz aus der Form.
Was
früher mal flink und mal eben gelang,
wird
heute zum mühsamen Hindernisgang.
Im
Rücken da zwickt es, die Knie spielen verrückt,
vom
Bücken bin ich nicht gerade beglückt.
Schwere
Beine, bereits beim Aufsteh’n am Morgen
die
Puste wird knapp, das macht mir schon Sorgen.
Soll
ich etwa doch wieder die Arbeit rocken?
Nur
weil mir das Turnen den Atem lässt stocken?
Dort
hab ich mich wahrlich mehr noch bewegt,
also
- wird der Fokus auf „Walking“ gelegt!
Es
sind nur die Pausen, die Trägheit im Blut,
drum
tut mir Elan und auch Ausdauer gut.
Dem
Schlendrian wird jetzt der Kampf angesagt,
damit
mir der Ruhestand auch richtig behagt!
©
Birgit Klingebeil [2023/2026]
08.09.2026
Goldene Zeit
Eine
goldene Zeit An
jedem Spalier reift schon der Wein,denn
jubelnd zieht der Herbst nun einSchnell
nimmt den Pinsel er zur Hand und
bemalt im Nu das ganze Land.
Aus
Grün wird jetzt ein Sonnengelb,das
strahlt hinauf zum Himmelszelt.Ein sattes
Rot, ein warmes Braun,schau'n
froh über den Gartenzaun! Der
Wind, er pfeift ein freches Lied,das
über Stoppelfelder singend zieht.Wild
wirbelt er Blätter durch die Luft,umweht
uns mit süßem Apfelduft. Farbenfroh
steigt ein Drachen empor,schwebt
weit über dem Scheunentor,tanzt
fröhlich im wilden Wolkenmeerund
schaut vergnügt von oben her.~~~~~Bricht
nun die gold’ne Herbstzeit an,schlägt
uns ihr Zauber in seinen Bann. ©
Birgit Klingebeil [2026]
und
bemalt im Nu das ganze Land.
Aus Grün wird jetzt ein Sonnengelb,
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