18.09.2026

Im Lebensschatten

 

Im Lebensschatten
 
Ein stilles Schweigen zieht ins Land,
zerbrechlich wird das lose Band.
Die Furcht greift leise nach dem Sinn:
Wo will ich sein? Wo bin ich hin?
 
Ist denn mein Name längst verweht,
weil man plötzlich ganz alleine steht?
Die Freunde schweigen, fern und still,
als ob man nicht mehr kommen will.
 
Ich steh' am Rand und schau' nur zu,
kein ladend Wort bringt Herzensruh'.
Gehört man nicht mehr zum Geschehen,
da die anderen blind vorübergehen?
 
Und plötzlich pocht in dunkler Nacht,
das Herz – von keinem mehr bewacht.
Wenn bald der letzte Vorhang fällt,
geh' ich dann auch alleine aus der Welt?
 
Doch stirbt die Angst im Morgenlicht,
wenn Liebe leise zu uns spricht.
Zart wird die Hoffnung immer wehen,
keiner muss nur im Schatten stehen.
 
© Birgit Klingebeil [08/2026]

 

Herbst


 

17.09.2026

Der Herbst

 


Der Herbst im Rebenmeer
 
Gespeist vom tiefen, warmen Grund,
steht Stock an Stock im Morgenlicht.
Die Trauben hängen schwer und rund,
in diesen Reihen, dicht an dicht.
 
Ein Klicken schallt durch’s Rebenmeer,
die Scheren schneiden flink und leis’.
Die Körbe füll'n sich mehr und mehr,
das ist der Lohn für Fleiß und Schweiß.
 
Der Sommer war den Trauben hold,
der Erde Saft ward uns gebracht.
Ob dunkles Blau, ob helles Gold,
es wird zu edlem Wein gemacht.
 
Die Winzer zieh'n mit frohem Gruß
vom Weinberg heim, das Werk getan.
Der süße Most, ein wahrer Fluss,
fängt nun im Fass zu reifen an.
 
© Birgit Klingebeil [09/2026]



Herbstlich


 

16.09.2026

Zuversicht


 

Leben leben

 

Die Reise durch das Leben
 
Das Leben ist ein weiter Weg,
ein Pfad aus Licht und Schatten,
führt über manchen engen Steg
und durch verblühte Matten.
 
Wir packen uns'ren Koffer schwer
mit Träumen, Mut und Sorgen.
Wir wandern durch ein Zeitenmeer
ins Ungewiss von morgen.
 
Mal stürmt es, mal erstrahlt die Sonne,
dann wieder bleibt man suchend steh’n.
Doch jede Meile bringt auch Wonne
und lässt uns diese Welt versteh’n.
 
Es kommt nicht auf das Ende an,
auch nicht auf das Ziel der Reise,
nur wie man seine Lebensbahn
beschreitet auf die eig'ne Weise.
 
© Birgit Klingebeil [09/2026]

 

 

 

 

15.09.2026

14.09.2026

Regentag Elfchen


 

Zeit der Reife

 Zeit der Reife
 
– In Vollendung –
Der Herbst kommt, der Sommer geht,
ein kühler Wind über die Hügel weht.
In dieser Zeit wird die Natur ganz still,
zeigt uns, was sie uns schenken will.
 
Wo leuchtend rot der Apfel lacht,
biegen sich Äste unter der Pracht.
Die Ähren stehen dicht an dicht
und Reben brennen im Abendlicht.
 
Im tiefen Wald, im feuchten Moos
wird auch das Reich der Pilze groß.
Der Kürbis glänzt im Gartenbeet,
wo noch die Vogelscheuche steht.
 
Ein sattes Gold, ein tiefes Rot,
das uns der Tisch des Lebens bot.
Der Herbst vollendet, was begann,
und zündet sanft die Stille an.
 
© Birgit Klingebeil [09/2026

13.09.2026

12.09.2026

Nachtisch