17.09.2026

Der Herbst

 


Der Herbst im Rebenmeer
 
Gespeist vom tiefen, warmen Grund,
steht Stock an Stock im Morgenlicht.
Die Trauben hängen schwer und rund,
in diesen Reihen, dicht an dicht.
 
Ein Klicken schallt durch’s Rebenmeer,
die Scheren schneiden flink und leis’.
Die Körbe füll'n sich mehr und mehr,
das ist der Lohn für Fleiß und Schweiß.
 
Der Sommer war den Trauben hold,
der Erde Saft ward uns gebracht.
Ob dunkles Blau, ob helles Gold,
es wird zu edlem Wein gemacht.
 
Die Winzer zieh'n mit frohem Gruß
vom Weinberg heim, das Werk getan.
Der süße Most, ein wahrer Fluss,
fängt nun im Fass zu reifen an.
 
© Birgit Klingebeil [09/2026]



Herbstlich


 

16.09.2026

Zuversicht


 

Leben leben

 

Die Reise durch das Leben
 
Das Leben ist ein weiter Weg,
ein Pfad aus Licht und Schatten,
führt über manchen engen Steg
und durch verblühte Matten.
 
Wir packen uns'ren Koffer schwer
mit Träumen, Mut und Sorgen.
Wir wandern durch ein Zeitenmeer
ins Ungewiss von morgen.
 
Mal stürmt es, mal erstrahlt die Sonne,
dann wieder bleibt man suchend steh’n.
Doch jede Meile bringt auch Wonne
und lässt uns diese Welt versteh’n.
 
Es kommt nicht auf das Ende an,
auch nicht auf das Ziel der Reise,
nur wie man seine Lebensbahn
beschreitet auf die eig'ne Weise.
 
© Birgit Klingebeil [09/2026]

 

 

 

 

15.09.2026

14.09.2026

Regentag Elfchen


 

Zeit der Reife

 Zeit der Reife
 
– In Vollendung –
Der Herbst kommt, der Sommer geht,
ein kühler Wind über die Hügel weht.
In dieser Zeit wird die Natur ganz still,
zeigt uns, was sie uns schenken will.
 
Wo leuchtend rot der Apfel lacht,
biegen sich Äste unter der Pracht.
Die Ähren stehen dicht an dicht
und Reben brennen im Abendlicht.
 
Im tiefen Wald, im feuchten Moos
wird auch das Reich der Pilze groß.
Der Kürbis glänzt im Gartenbeet,
wo noch die Vogelscheuche steht.
 
Ein sattes Gold, ein tiefes Rot,
das uns der Tisch des Lebens bot.
Der Herbst vollendet, was begann,
und zündet sanft die Stille an.
 
© Birgit Klingebeil [09/2026

13.09.2026

12.09.2026

Nachtisch

 


Herbstzeit


 

Wie gewonnen so zerronnen

 

Wie gewonnen - so zerronnen
 
Ein Netz aus Worten, fein gewebt,
doch Gift ist das, was darin lebt.
Die Wahrheit wird zum Zerrbild bloß,
der Hochmut macht die Lüge groß.
 
Wer Falschheit sät in seiner Spur,
will kränken und verletzen nur.
Er lenkt den Blick, er führt in Not,
sein Wort bricht er wie trocken Brot.
 
Doch Masken fallen, Stück für Stück,
kein Trug bringt wirklich wahres Glück.
Was durch Betrug gewonnen scheint,
ist stets mit Einsamkeit vereint.
 
© Birgit Klingebeil [2026]

 

7