20.09.2026
19.09.2026
Zögerndes Glück
Zögerndes
Glück "Verzeih!",
sagt er, und "Ich liebe dich."Das
hat sie ersehnt - stets inniglich.Auch
geträumt davon so manches Jahr,und
gehofft darauf, der Traum wird wahr. Mit
warmen Blicken schaut er sie an,zieht
sie wieder wie einst in den Bann.Doch
kann es wirklich so einfach gehen,sich
einander noch mal zu verstehen? Dem
Glück erneut die Hände reichen?Vergangenes
aus dem Herzen streichen?Sie
ist schon gern zu diesem bereit.Doch
ob es klappt, zeigt nur die Zeit. ©
Birgit Klingebeil [2024/2026]
18.09.2026
Im Lebensschatten
Im Lebensschatten Ein stilles Schweigen
zieht ins Land,zerbrechlich wird das lose
Band.Die Furcht greift leise
nach dem Sinn:Wo will ich sein? Wo bin
ich hin? Ist denn mein Name längst
verweht,weil man plötzlich ganz
alleine steht?Die Freunde schweigen,
fern und still,als ob man nicht mehr
kommen will. Ich steh' am Rand und
schau' nur zu,kein ladend Wort bringt
Herzensruh'.Gehört man nicht mehr zum
Geschehen,da die anderen blind
vorübergehen? Und plötzlich pocht in
dunkler Nacht,das Herz – von keinem mehr
bewacht.Wenn bald der letzte
Vorhang fällt,geh' ich dann auch alleine
aus der Welt? Doch stirbt die Angst im
Morgenlicht,wenn Liebe leise zu uns
spricht.Zart wird die Hoffnung
immer wehen,keiner muss nur im
Schatten stehen. © Birgit Klingebeil
[08/2026]
17.09.2026
Der Herbst
Der Herbst im Rebenmeer Gespeist vom tiefen,
warmen Grund,steht Stock an Stock im
Morgenlicht.Die Trauben hängen schwer
und rund,in diesen Reihen, dicht an
dicht. Ein Klicken schallt
durch’s Rebenmeer,die Scheren schneiden
flink und leis’.Die Körbe füll'n sich mehr
und mehr,das ist der Lohn für Fleiß
und Schweiß. Der Sommer war den Trauben
hold,der Erde Saft ward uns
gebracht.Ob dunkles Blau, ob helles
Gold,es wird zu edlem Wein
gemacht. Die Winzer zieh'n mit
frohem Grußvom Weinberg heim, das
Werk getan.Der süße Most, ein wahrer
Fluss,fängt nun im Fass zu
reifen an. © Birgit Klingebeil
[09/2026]
16.09.2026
Leben leben
Die Reise durch das Leben Das Leben ist ein weiter
Weg,ein Pfad aus Licht und
Schatten,führt über manchen engen
Stegund durch verblühte
Matten. Wir packen uns'ren Koffer
schwermit Träumen, Mut und
Sorgen.Wir wandern durch ein
Zeitenmeerins Ungewiss von morgen. Mal stürmt es, mal
erstrahlt die Sonne,dann wieder bleibt man
suchend steh’n.Doch jede Meile bringt
auch Wonneund lässt uns diese Welt
versteh’n. Es kommt nicht auf das
Ende an,auch nicht auf das Ziel
der Reise,nur wie man seine
Lebensbahnbeschreitet auf die eig'ne
Weise. © Birgit Klingebeil
[09/2026]
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