12.10.2026
11.10.2026
Was wir auch tun
Was
wir auch tun Der
Stein zerbricht an kalten Tagen,wo
einst ein stolzes Dach sich hob.Nur
Wind hört noch das leise Klagen,das
durch die leeren Fenster wob. Wo
Schritte einst den Boden ehrten,regiert
nun Schweigen und Zerfall.Die
Jahre, die das Glück verzehrten,hinterlassen
nur den hohlen Schall. Der
Efeu frisst die grauen Mauern,die
Pracht von einst ist längst dahin.In
Rissen wohnt ein tiefes Trauern,verschwunden
ist der stolze Sinn. Ein
leises Echo schwebt in Fluren,der
Wind verweht, was wir gebaut.Verblasst
sind längst die alten Spuren,dem
Schweigen wird nun anvertraut. Die
Uhr schlägt still in leeren Räumen,das
Gestern wird zum fernen Grab.Wir
wandeln nur in kurzen Träumen,bis
uns die Nacht den Frieden gab. Der
Sand zerrinnt in kalten Händen,kein
Augenblick hält jemals stand.Was
wir auch tun, wie wir uns wenden,die
Zeit zieht fest ihr dunkles Band. ©
Birgit Klingebeil [03/2026]
10.10.2026
09.10.2026
Der Funke am Seelengrund
Der
Funke am Seelengrund Wenn
im Nebel Wege schwindenund
Dunkles dir die Sicht verstellt,lässt
sich ein stiller Faden finden,der
dich im tiefsten Innern hält. Sie
kommt nicht mit Paukenschlägen,sie
fordert nicht und brennt nicht wild.Sie
gleicht vielmehr dem leisen Regen,der
sanft den durst'gen Boden stillt. Die
Hoffnung ist kein bloßes Hoffenauf
ein bequemes, schnelles Glück.Sie
hält das Herz im Sturme offenund
holt den Mut ins Jetzt zurück. Sie
ist der Boden unter Schritten,wenn
ringsumher das Land versinkt.Sie
hat schon jeden Schmerz gelitten,im
Wissen, dass ein Morgen winkt. Sie
trägt uns durch das tiefe Tal,gibt
müden Füßen neue Kraft,bis
mit dem ersten Sonnenstrahldas
Leben wieder Aufbruch schafft. Sie
ist der Anker in den Wellen,das
kleine Licht im grauen Kleid,bereit,
die Schatten zu erhellen,getragen
von der Ewigkeit. ©
Birgit Klingebeil [10/2026]
08.10.2026
07.10.2026
Verfärbung
entdeckt bei Uwe
VerfärbungSchon wieder kommt der Herbst ins Land,gleicht keinem seiner Lieder.Was gestern man verwerflich fand,ringt jeden Zweifel nieder. Du schöner Schein - so bunt, so blau,weckst Anspruch hinter Mauern.Doch eines weiß ich ganz genau,es endet im Bedauern. Das Laub wird welk und schließlich braun,so war es doch schon immer...Und die beschämt nach unten schau' n,die machen es noch schlimmer. (c) U.W. Oktober 2026
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