21.09.2026

20.09.2026

19.09.2026

Herbstfrüchte


 

Zögerndes Glück

 

Zögerndes Glück
 
"Verzeih!", sagt er, und "Ich liebe dich."
Das hat sie ersehnt - stets inniglich.
Auch geträumt davon so manches Jahr,
und gehofft darauf, der Traum wird wahr.
 
Mit warmen Blicken schaut er sie an,
zieht sie wieder wie einst in den Bann.
Doch kann es wirklich so einfach gehen,
sich einander noch mal zu verstehen?
 
Dem Glück erneut die Hände reichen?
Vergangenes aus dem Herzen streichen?
Sie ist schon gern zu diesem bereit.
Doch ob es klappt, zeigt nur die Zeit.
 
© Birgit Klingebeil [2024/2026]

Schatten


 

18.09.2026

Leise ganz leise...

entdeckt bei Uwe





 

Im Lebensschatten

 

Im Lebensschatten
 
Ein stilles Schweigen zieht ins Land,
zerbrechlich wird das lose Band.
Die Furcht greift leise nach dem Sinn:
Wo will ich sein? Wo bin ich hin?
 
Ist denn mein Name längst verweht,
weil man plötzlich ganz alleine steht?
Die Freunde schweigen, fern und still,
als ob man nicht mehr kommen will.
 
Ich steh' am Rand und schau' nur zu,
kein ladend Wort bringt Herzensruh'.
Gehört man nicht mehr zum Geschehen,
da die anderen blind vorübergehen?
 
Und plötzlich pocht in dunkler Nacht,
das Herz – von keinem mehr bewacht.
Wenn bald der letzte Vorhang fällt,
geh' ich dann auch alleine aus der Welt?
 
Doch stirbt die Angst im Morgenlicht,
wenn Liebe leise zu uns spricht.
Zart wird die Hoffnung immer wehen,
keiner muss nur im Schatten stehen.
 
© Birgit Klingebeil [08/2026]

 

Herbst


 

17.09.2026

Der Herbst

 


Der Herbst im Rebenmeer
 
Gespeist vom tiefen, warmen Grund,
steht Stock an Stock im Morgenlicht.
Die Trauben hängen schwer und rund,
in diesen Reihen, dicht an dicht.
 
Ein Klicken schallt durch’s Rebenmeer,
die Scheren schneiden flink und leis’.
Die Körbe füll'n sich mehr und mehr,
das ist der Lohn für Fleiß und Schweiß.
 
Der Sommer war den Trauben hold,
der Erde Saft ward uns gebracht.
Ob dunkles Blau, ob helles Gold,
es wird zu edlem Wein gemacht.
 
Die Winzer zieh'n mit frohem Gruß
vom Weinberg heim, das Werk getan.
Der süße Most, ein wahrer Fluss,
fängt nun im Fass zu reifen an.
 
© Birgit Klingebeil [09/2026]



Herbstlich