22.08.2026

Im Schattenlicht

 
Im Schattenlicht
 
Ich stehe hier im grauen Licht,
wo auch der letzte Halt zerbricht.
Gefangen in des Zweifels Tanz,
verliert die Welt den hellen Glanz.
 
Der Mensch ein Abbild, kalt und rau,
ein Zerrbild nur, man weiß genau:
Wo früher Wärme war und Glut,
herrscht heute nur noch Eisesmut.
 
Die Traurigkeit ist schwer und dicht,
ein Schleier liegt auf dem Gesicht.
Und meine Seele weint so laut
wie hab ich diesem Mann vertraut.
 
Ich sehne mich nach einem Wort,
das mich versteht und trägt hinfort.
Nach Augen, die mich wirklich sehen,
und nicht nur achtlos weitergehen.
 
Ein sanfter Blick und warme Nähe,
damit ich mich im Sturm verstehe.
Nur eine Hand, die mich berührt,
und mich aus dieser Leere führt.
~~~~~
So warte ich hier im Schattenlicht,
bis neue Hoffnung zu mir spricht.
 
© Birgit Klingebeil [2026]

Glück


 

21.08.2026

Ohne Panzer

 
Ohne Panzer
Was gestern noch wie Nebel war,
wird heute brennend, greifbar nah.
Man spürt die Welt viel zu genau,
den harten Rand, das matte Grau.
 
Ein Lächeln kämpft mit alter Not,
das Herz ist eng, die Seele tot.
Erinnerung wie schwerer Stein,
will immerfort geladen sein.
 
Es fehlt der Schutz, das Ich liegt bloß,
die Furcht ist laut, die Last zu groß.
Ein Widerstreit aus Licht und Blei;
man wünscht sich fest und wäre frei.
 © Birgit Klingebeil [2026]

 

Nachts


 

20.08.2026

Ruheoase

 Ruheoase

Teil2 Aus dem Erinnerungsbuch
 
Auf der Bank in unserem Garten
ruh' ich gern mal eine Stunde aus.
Farbenfrohe Bilder mich erwarten
in der Idylle gleich hinterm Haus.
 
Ginsterhecke und Lebensbaum,
zur Abgrenzung einmal angepflanzt,
schaffen der Ruhe hier einen Raum,
in dem nur friedvolle Stille tanzt.
 
In sattem Grün erstrahlt die Wiese,
Wandelröschen zieren ihren Rand.
Hauchzart weht eine sanfte Brise,
betört in süß duftendem Gewand.
 
Leise surren Bienen und Hummeln,
die vom Nektar der Blüten trinken,
und über allem Falter sich tummeln,
die mit zarten Flügeln mir winken.
 
Vögel zwitschern vom hohen Baum,
singen glockenhell ihr Liebeslied.
Mit Wonne genieße ich diesen Traum,
durch den der Alltagsstress entflieht.
 
© Birgit Klingebeil [2024]

Vertrauen


 

19.08.2026

 
Zu nah am Wasser
 Manchmal kann ein Wort genügen,
dass eine Träne aus den Augen fließt
Ich kann die Gefühle nicht betrügen,
wenn sich die Welt in mir ergießt.
 
Man sagt, ich sei zu nah am Wasser,
gebaut auf weichem, nassen Grund.
Die Farben ringsum werden blasser,
erbebt das Herz zu jeder Stund'.
 
Jedoch schenkt Wasser Leben Klarheit
und wäscht Staub von einem Schmerz.
In jeder Träne liegt auch Wahrheit,
sie öffnet das verschloss'ne Herz.
 
© Birgit Klingebeil [2026]

Regen


 

18.08.2026

Der Mann im Mond
 
Der Mann im Mond sitzt ganz allein
und schaut in unser Zimmer rein.
Er hat kein Bett, er hat kein Kissen
und wird dies auch nie vermissen.
 
Er knabbert gern am Sternenkeks,
lacht mit den Schnuppen unterwegs,
tanzt mit dem Großen Bären wild,
der funkelnd seine Sehnsucht stillt.
 
Er hüllt sich ein in Sternenstaub,
den er den Feen hat geraubt.
Im Dunklen hört er den Eulen zu
und legt sich morgens erst zur Ruh'.
 
© Birgit Klingebeil [2026]


 

Vertrauen


 

17.08.2026

Wortflügel...

 Wenn deine Seele schwingt
beginnt dein inneres Licht zu leuchten
und niemand kann es löschen

Stille WUnder




 

Die Wilde Möhre