16.09.2026

Zuversicht


 

Leben leben

 

Die Reise durch das Leben
 
Das Leben ist ein weiter Weg,
ein Pfad aus Licht und Schatten,
führt über manchen engen Steg
und durch verblühte Matten.
 
Wir packen uns'ren Koffer schwer
mit Träumen, Mut und Sorgen.
Wir wandern durch ein Zeitenmeer
ins Ungewiss von morgen.
 
Mal stürmt es, mal erstrahlt die Sonne,
dann wieder bleibt man suchend steh’n.
Doch jede Meile bringt auch Wonne
und lässt uns diese Welt versteh’n.
 
Es kommt nicht auf das Ende an,
auch nicht auf das Ziel der Reise,
nur wie man seine Lebensbahn
beschreitet auf die eig'ne Weise.
 
© Birgit Klingebeil [09/2026]

 

 

 

 

15.09.2026

14.09.2026

Regentag Elfchen


 

Zeit der Reife

 Zeit der Reife
 
– In Vollendung –
Der Herbst kommt, der Sommer geht,
ein kühler Wind über die Hügel weht.
In dieser Zeit wird die Natur ganz still,
zeigt uns, was sie uns schenken will.
 
Wo leuchtend rot der Apfel lacht,
biegen sich Äste unter der Pracht.
Die Ähren stehen dicht an dicht
und Reben brennen im Abendlicht.
 
Im tiefen Wald, im feuchten Moos
wird auch das Reich der Pilze groß.
Der Kürbis glänzt im Gartenbeet,
wo noch die Vogelscheuche steht.
 
Ein sattes Gold, ein tiefes Rot,
das uns der Tisch des Lebens bot.
Der Herbst vollendet, was begann,
und zündet sanft die Stille an.
 
© Birgit Klingebeil [09/2026

13.09.2026

12.09.2026

Nachtisch

 


Herbstzeit


 

Wie gewonnen so zerronnen

 

Wie gewonnen - so zerronnen
 
Ein Netz aus Worten, fein gewebt,
doch Gift ist das, was darin lebt.
Die Wahrheit wird zum Zerrbild bloß,
der Hochmut macht die Lüge groß.
 
Wer Falschheit sät in seiner Spur,
will kränken und verletzen nur.
Er lenkt den Blick, er führt in Not,
sein Wort bricht er wie trocken Brot.
 
Doch Masken fallen, Stück für Stück,
kein Trug bringt wirklich wahres Glück.
Was durch Betrug gewonnen scheint,
ist stets mit Einsamkeit vereint.
 
© Birgit Klingebeil [2026]

 

7

11.09.2026

Im Herbst


 

Gratwanderung

 

Gratwanderung
 
Der Morgen küsst die grünen Matten,
wir wandern durch den Lärchenhain.
Die Bäume spenden sanften Schatten,
sonst liegt der Weg im Sonnenschein.
 
Der frische Duft von Harz und Nadeln
umweht uns auf dem schmalen Pfad,
wenn sacht die linden Winde adeln
die Stille - und ihren leisen Rat.
 
Dann plötzlich, es ist wie ein Wunder,
öffnet sich uns ein Blick in das Tal;
ein Fluss zieht silbern sich hinunter,
beschienen vom hellen Sonnenstrahl.
 
Die Berge ringsum stehen in Reih’n,
bewaldete Gipfel, stolz und kühn,
und lassen uns im milden Schein
staunend durch die Bergwelt zieh'n.
 
Wir spüren frischen Wandermut
und bleiben doch sinnend kurz steh'n.
Im Glück, das in dem Schweigen ruht,
bevor beschwingt wir weiter geh'n.
 
© Birgit Klingebeil [2026]