24.08.2026

Entdeckt bei Uwe Walter


Im Westfalenpark
 Hereinspaziert, ihr lieben Leut,
das Paradies es öffnet sich.
 Empfängt das Herz so staunend heut',
Elysium für dich und mich.
 
 Ein Duftschwadron benebelt Sinn,
von Blüten allerfeinster Pracht.
Mein Glück im Zauber mittendrin,
genauso hab ich's mir gedacht.
 
Die Bäume wiegen gut gelaunt,
das Grün es ruht auf meiner Seel'
 Verzückt genieße ich erstaunt,
 aus dieser Freud' mach ich kein Hehl.
 
Der Florian* er thront ganz stolz.
 Ein Leuchtturm übern Farbenmeer
. An jeder Eck' ein seltnes Holz,
 den Baumbestand, den lieb' ich sehr.
 
Gesang der Vögel froh gestimmt.
 Es wird flaniert, man ist autark
Gefühl auf höchsten Wogen schwimmt,
ich grüß' dich - mein Westfalenpark!
U.W. 
 

Alles geplant

 

Der streng getaktete Tanz
 
Räder drehen, Zeiger jagen,
tausend Fragen, laute Klagen.
Schritte rennen durch das Licht,
doch das Auge sieht dich nicht.
 
Handys klingeln, Stimmen hallen,
während Mauern uns umwallen.
Jeder hetzt und niemand bleibt,
weil die Zeit uns vorwärts treibt.
 
Eilen, streben, weitergehen,
keine Sekunde stillzustehen.
So zieht die laute Welt vorbei,
im grauen, rasenden Einerlei.
~~~~~
Doch wenn die Nacht das Land umschließt,
endlich ein Strom von friedlicher Stille fließt.
Der Atem wird flach und das Herz sehr weit,
geheilt von der betriebsamen Dringlichkeit.
 
© Birgit Klingebeil [2026]

 

Licht und Schatten


 

23.08.2026

 
Das Gift im Heute
 
Du brichst das Fundament in Stücke,
das uns durch uns're Jahre trug.
Und jede einst geschlagene Brücke
wird nachträglich zu Lug und Trug.
 
Was schön war, wird von dir vergiftet,
weil du das Heute grausam färbst.
Und Bilder, die du neu gestiftet,
sind Dolche, die du mir vererbst.
 
Ich schau' zurück und zweifel leise:
War einstmals alles nur ein Schein?
Du raubst mir so, auf diese Weise,
das Recht, im Herzen ganz zu sein.
 
Da ist kein Duft, kein schönes Schweigen,
wenn du den Wert von einst zerfrisst.
Nur Scherben, die mir deutlich zeigen,
wie fremd du mir geworden bist.
 
Es bleibt, wenn du es jetzt zerstörst,
nur ein Blick zurück in kaltem Licht.
Die Wahrheit, dass du nicht mehr hörst,
und die Erinnerung, die nun zerbricht.
 
© Birgit Klingebeil [2026]

 

Glück


 

22.08.2026

Im Schattenlicht

 
Im Schattenlicht
 
Ich stehe hier im grauen Licht,
wo auch der letzte Halt zerbricht.
Gefangen in des Zweifels Tanz,
verliert die Welt den hellen Glanz.
 
Der Mensch ein Abbild, kalt und rau,
ein Zerrbild nur, man weiß genau:
Wo früher Wärme war und Glut,
herrscht heute nur noch Eisesmut.
 
Die Traurigkeit ist schwer und dicht,
ein Schleier liegt auf dem Gesicht.
Und meine Seele weint so laut
wie hab ich diesem Mann vertraut.
 
Ich sehne mich nach einem Wort,
das mich versteht und trägt hinfort.
Nach Augen, die mich wirklich sehen,
und nicht nur achtlos weitergehen.
 
Ein sanfter Blick und warme Nähe,
damit ich mich im Sturm verstehe.
Nur eine Hand, die mich berührt,
und mich aus dieser Leere führt.
~~~~~
So warte ich hier im Schattenlicht,
bis neue Hoffnung zu mir spricht.
 
© Birgit Klingebeil [2026]

Glück


 

21.08.2026

Ohne Panzer

 
Ohne Panzer
Was gestern noch wie Nebel war,
wird heute brennend, greifbar nah.
Man spürt die Welt viel zu genau,
den harten Rand, das matte Grau.
 
Ein Lächeln kämpft mit alter Not,
das Herz ist eng, die Seele tot.
Erinnerung wie schwerer Stein,
will immerfort geladen sein.
 
Es fehlt der Schutz, das Ich liegt bloß,
die Furcht ist laut, die Last zu groß.
Ein Widerstreit aus Licht und Blei;
man wünscht sich fest und wäre frei.
 © Birgit Klingebeil [2026]

 

Nachts


 

20.08.2026

Ruheoase

 Ruheoase

Teil2 Aus dem Erinnerungsbuch
 
Auf der Bank in unserem Garten
ruh' ich gern mal eine Stunde aus.
Farbenfrohe Bilder mich erwarten
in der Idylle gleich hinterm Haus.
 
Ginsterhecke und Lebensbaum,
zur Abgrenzung einmal angepflanzt,
schaffen der Ruhe hier einen Raum,
in dem nur friedvolle Stille tanzt.
 
In sattem Grün erstrahlt die Wiese,
Wandelröschen zieren ihren Rand.
Hauchzart weht eine sanfte Brise,
betört in süß duftendem Gewand.
 
Leise surren Bienen und Hummeln,
die vom Nektar der Blüten trinken,
und über allem Falter sich tummeln,
die mit zarten Flügeln mir winken.
 
Vögel zwitschern vom hohen Baum,
singen glockenhell ihr Liebeslied.
Mit Wonne genieße ich diesen Traum,
durch den der Alltagsstress entflieht.
 
© Birgit Klingebeil [2024]

Vertrauen


 

19.08.2026

 
Zu nah am Wasser
 Manchmal kann ein Wort genügen,
dass eine Träne aus den Augen fließt
Ich kann die Gefühle nicht betrügen,
wenn sich die Welt in mir ergießt.
 
Man sagt, ich sei zu nah am Wasser,
gebaut auf weichem, nassen Grund.
Die Farben ringsum werden blasser,
erbebt das Herz zu jeder Stund'.
 
Jedoch schenkt Wasser Leben Klarheit
und wäscht Staub von einem Schmerz.
In jeder Träne liegt auch Wahrheit,
sie öffnet das verschloss'ne Herz.
 
© Birgit Klingebeil [2026]

Regen