Herbstgrüße von Birgit
15.10.2026
Im Farbenreigen
Im
Farbenreigen *
Ein Pantoum * Die
Blätter fallen von den Bäumen,der
Wind weht kühl durchs weite Land.Die
Welt versinkt in bunten Träumen,sanft
reicht der Herbst uns seine Hand. Der
Wind weht kühl durchs weite Land,aus
Grün wird jetzt ein Sonnengelb.Sanft
reicht der Herbst uns seine Handund
strahlt hinauf zum Himmelszelt. Aus
Grün wird jetzt ein Sonnengelb,ein
sattes Rot, ein warmes Braun.Das
strahlt hinauf zum Himmelszelt,schau'n
froh sie über'n Gartenzaun. Ein
sattes Rot, ein warmes Braun;die
Blätter fallen von den Bäumen.Froh
schau'n sie über'n Gartenzaun;die
Welt versinkt in bunten Träumen. ©
Birgit Klingebeil [10/2026]
14.10.2026
Die stille Sinfonie
Die
stille Sinfonie Wir
laufen durch die Tage, oft in Saus und Braus,und
setzen dabei vieles als gegeben schon voraus.Wir
planen, wir hasten, wir jagen dem Glück hinterherund
merken im Getümmel die Wunder oft nicht mehr. Erst
wenn nichts mehr geht und der Körper einmal ruht,spüren
wir ganz plötzlich, wie weh das Leiden tut.Dann
bricht sich eine Einsicht ganz leise ihre Bahn:Gesundheit
ist das Schönste, was man haben kann. Sie
ist ja kein Besitz, den man kauft oder erzwingt,sie
ist vielmehr ein Lied, das im Stillen uns erklingt.Denn
gesund zu sein bedeutet in jeder Lebenszeit,nicht
Reichtum, nicht Ruhm, doch wahre Lebendigkeit.~~~~~Sie
lehrt uns, jeden Augenblick als Geschenk zu sehenund
lässt uns voller Hoffnung in die Zukunft gehen. ©
Birgit Klingebeil [10/2026]
13.10.2026
Indian
SummerEin
Windhauch zieht durch alle Kronen,wo
nun die warmen Farben wohnen.Ein
Meer aus Gold und tiefem Rotverdrängt
hier noch des Winters Not. Die
Luft ist klar und der Himmel weit,in
diesen Augenblicken voller Ewigkeit.Ein
gesponnener Zauber, still und rein,lädt
uns zum leisen Bestaunen ein. Der
Wald steht stumm in dieser Pracht,wenn
farbenfroh der Herbst uns lacht.Ein
letzter Glanz, ein wildes Glühen,bevor
die Blätter dann müde fliehen. ©
Birgit Klingebeil [10/2026]
12.10.2026
11.10.2026
Was wir auch tun
Was
wir auch tun Der
Stein zerbricht an kalten Tagen,wo
einst ein stolzes Dach sich hob.Nur
Wind hört noch das leise Klagen,das
durch die leeren Fenster wob. Wo
Schritte einst den Boden ehrten,regiert
nun Schweigen und Zerfall.Die
Jahre, die das Glück verzehrten,hinterlassen
nur den hohlen Schall. Der
Efeu frisst die grauen Mauern,die
Pracht von einst ist längst dahin.In
Rissen wohnt ein tiefes Trauern,verschwunden
ist der stolze Sinn. Ein
leises Echo schwebt in Fluren,der
Wind verweht, was wir gebaut.Verblasst
sind längst die alten Spuren,dem
Schweigen wird nun anvertraut. Die
Uhr schlägt still in leeren Räumen,das
Gestern wird zum fernen Grab.Wir
wandeln nur in kurzen Träumen,bis
uns die Nacht den Frieden gab. Der
Sand zerrinnt in kalten Händen,kein
Augenblick hält jemals stand.Was
wir auch tun, wie wir uns wenden,die
Zeit zieht fest ihr dunkles Band. ©
Birgit Klingebeil [03/2026]
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