16.11.2025

Schattenreiter

 

Der apokalyptische Schattenreiter
 
Der Wind, er ist rau und auch bitterlich kalt.
Im Dickicht der Nacht sitzt die zitternde Angst.
Man hört nicht, man ahnt nur die schwarze Gestalt.
Im Schatten der Wolken geht der Mond auf Distanz.
 
Hoch oben zu Ross und das Stampfen ist dumpf.
Die Erde, sie bebt und der Himmel verharrt.
Die Spur nicht zu sehen, im modrigen Sumpf.
Zu Stein ist ein Kauz auf dem Ast hier erstarrt.
 
Man spürt einen Hauch, doch man sieht kein Gesicht.
Sein Schwert ist geschärft und die Seele vereist.
Er reitet, als sei er das "Jüngste Gericht",
was sterbend zu Füßen die Schneise beweist.
 
Oh, wehe den Menschen, er hat wenig Zeit.
Drum reitet er hastig im Mantel der Wut.
Der Tod ist gefordert, zum Kämpfen bereit.
Bald stürzt er die Welt in die tödlichste Flut.
 
 
© U.W. 2025 Volkstrauertag
 
Die Schatten sind schon wieder da...

6 Kommentare:

Sieghild hat gesagt…

Lieber Uwe, starke Gedanken hat du zu einem Gedicht geformt und leider sind sie wahr. Hoffentlich siegt die Vernunft. Frieden für Alle. H G zu dir von mir🙏

Uwe hat gesagt…

Liebe Sieghild, manchmal hat man das Gefühl, es fehlt nur noch ein Funke und das Pulverfass explodiert. Traurig, dass die Menschheit aus den verheerenden Weltkriegen anscheinend nichts gelernt hat. Für deine lobenden Worte bedanke ich mich sehr herzlich. LG Uwe

Birgit hat gesagt…

Lieber Uwe, dein Gedicht ist eine starke Mahnung. Lass uns hoffen, dass sie nicht ungehört verhallt. So stark wie die Erde derzeit bebt, sind nicht nur die Schatten schon wieder da. Denn einer zumindest scheint den Finger schon auf den roten Knopf gelegt zu haben. Da kann man nicht oft genug an die Vernunft appellieren. Liebe Grüße zu dir, Birgit

Uwe hat gesagt…

Liebe Birgit, es ist in der Tat so, dass die Welt wieder zittern muss. Deiner Einschätzung kann ich nur zustimmen und mich ganz herzlich für die lobenden Worte bedanken. LG Uwe

Karin Lissi hat gesagt…

Deine Worte mögen eine starke Magie ausströmen bei jenden die die Kriege verursachen, sollten fruchten tief in ihren Herzen
damit wir Menschen in Frieden und ohne Angst leben können. Das wird aber wohl ein Wunschtraum bleiben...
Du bist ein wundebarer "Wortformulierer".
Ich grüße dich herzlich in die neue Woche und wünsche dir eine gute Zeit, Karin Lissi

Uwe hat gesagt…

Liebe Karin Lissi, ich wünschte mir, unser Bitten würde Gehör finden. Leider leben wir in ungewissen, kriegerischen Zeiten. Ich bedanke mich ganz herzlich für den wunderbaren Kommentar. LG Uwe

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