Entdeckt bei Uwe.
Muse zum Frühstück
Ich sitze am Tisch.
Der Morgen rüttelt am Schlaf.
Ich möchte dichten.
Honig, Butter,
Milch,
was soll einem da einfallen?
Das Blatt Papier ist leer.
Kaffee ist fertig
Der Tag begrüßt mich freundlich.
Sonne fällt ins Haus.
Irgendwer küsst
mich,
so zart auf meine Wangen.
Mundwinkel am Ohr.
Wie von selbst
führt Hand
den Stift so leicht zum Papier.
Gedanken träumen.
Worte wiegen sich,
mit dem Pulsschlag des Herzens,
im Reigen so schön.
Schwungvoll die
Feder
Poesie schlüpft aus dem Ei,
Herze wie befreit.
Wolken ziehen
schnell,
durch alle Kammern freudig;
Flügel wachsen mir.
Oh, mein Tag so
Hell!
Lass nicht vergehen das Glück.
Umarme die Welt.
Ich streich den
Nektar,
von dichterischen Blüten,
auf den gülden Toast.
Es ist wunderbar,
die Muse lässt mich brüten,
sei’s gesagt zum Trost.
Mühelos der Reim.
Erfüllung meiner Wünsche.
Es klingelt im Ohr ...
***
...der Wecker so
schrill,
reißt mich aus meinen Träumen.
Sei doch endlich still!
Ich ziehe die
Rollos hoch.
Vor mir liegt ein leeres Blatt...
U.W. © 03.12.2008
2 Kommentare:
Wenn wir träumen ,lieber Uwe, können wir Berge versetzen oder wie du es beschreibst ,in Haiku verwandeln. Wunderbar gelungen. HG zu dir von mir🙏💕🫶
Dein Haiku- Gedicht ist dir fantastisch gelungen, lieber Uwe. 👌 ... Auch, wenn das Erwachen sicher nicht ganz so angenehm war. 😉 Aber so kann es manchmal kommen, wenn man sich zu sehr auf etwas fokussiert. Liebe Grüße Birgit
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