19.09.2026
18.09.2026
Im Lebensschatten
Im Lebensschatten Ein stilles Schweigen
zieht ins Land,zerbrechlich wird das lose
Band.Die Furcht greift leise
nach dem Sinn:Wo will ich sein? Wo bin
ich hin? Ist denn mein Name längst
verweht,weil man plötzlich ganz
alleine steht?Die Freunde schweigen,
fern und still,als ob man nicht mehr
kommen will. Ich steh' am Rand und
schau' nur zu,kein ladend Wort bringt
Herzensruh'.Gehört man nicht mehr zum
Geschehen,da die anderen blind
vorübergehen? Und plötzlich pocht in
dunkler Nacht,das Herz – von keinem mehr
bewacht.Wenn bald der letzte
Vorhang fällt,geh' ich dann auch alleine
aus der Welt? Doch stirbt die Angst im
Morgenlicht,wenn Liebe leise zu uns
spricht.Zart wird die Hoffnung
immer wehen,keiner muss nur im
Schatten stehen. © Birgit Klingebeil
[08/2026]
17.09.2026
Der Herbst
Der Herbst im Rebenmeer Gespeist vom tiefen,
warmen Grund,steht Stock an Stock im
Morgenlicht.Die Trauben hängen schwer
und rund,in diesen Reihen, dicht an
dicht. Ein Klicken schallt
durch’s Rebenmeer,die Scheren schneiden
flink und leis’.Die Körbe füll'n sich mehr
und mehr,das ist der Lohn für Fleiß
und Schweiß. Der Sommer war den Trauben
hold,der Erde Saft ward uns
gebracht.Ob dunkles Blau, ob helles
Gold,es wird zu edlem Wein
gemacht. Die Winzer zieh'n mit
frohem Grußvom Weinberg heim, das
Werk getan.Der süße Most, ein wahrer
Fluss,fängt nun im Fass zu
reifen an. © Birgit Klingebeil
[09/2026]
16.09.2026
Leben leben
Die Reise durch das Leben Das Leben ist ein weiter
Weg,ein Pfad aus Licht und
Schatten,führt über manchen engen
Stegund durch verblühte
Matten. Wir packen uns'ren Koffer
schwermit Träumen, Mut und
Sorgen.Wir wandern durch ein
Zeitenmeerins Ungewiss von morgen. Mal stürmt es, mal
erstrahlt die Sonne,dann wieder bleibt man
suchend steh’n.Doch jede Meile bringt
auch Wonneund lässt uns diese Welt
versteh’n. Es kommt nicht auf das
Ende an,auch nicht auf das Ziel
der Reise,nur wie man seine
Lebensbahnbeschreitet auf die eig'ne
Weise. © Birgit Klingebeil
[09/2026]
15.09.2026
14.09.2026
Zeit der Reife
Zeit der Reife – In Vollendung –Der Herbst kommt, der
Sommer geht,ein kühler Wind über die
Hügel weht.In dieser Zeit wird die
Natur ganz still,zeigt uns, was sie uns
schenken will. Wo leuchtend rot der Apfel
lacht,biegen sich Äste unter der
Pracht.Die Ähren stehen dicht an
dichtund Reben brennen im
Abendlicht. Im tiefen Wald, im
feuchten Mooswird auch das Reich der
Pilze groß.Der Kürbis glänzt im
Gartenbeet,wo noch die Vogelscheuche
steht. Ein sattes Gold, ein
tiefes Rot,das uns der Tisch des
Lebens bot.Der Herbst vollendet, was
begann,und zündet sanft die
Stille an. © Birgit Klingebeil [09/2026
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