14.10.2026
13.10.2026
Indian
SummerEin
Windhauch zieht durch alle Kronen,wo
nun die warmen Farben wohnen.Ein
Meer aus Gold und tiefem Rotverdrängt
hier noch des Winters Not. Die
Luft ist klar und der Himmel weit,in
diesen Augenblicken voller Ewigkeit.Ein
gesponnener Zauber, still und rein,lädt
uns zum leisen Bestaunen ein. Der
Wald steht stumm in dieser Pracht,wenn
farbenfroh der Herbst uns lacht.Ein
letzter Glanz, ein wildes Glühen,bevor
die Blätter dann müde fliehen. ©
Birgit Klingebeil [10/2026]
12.10.2026
11.10.2026
Was wir auch tun
Was
wir auch tun Der
Stein zerbricht an kalten Tagen,wo
einst ein stolzes Dach sich hob.Nur
Wind hört noch das leise Klagen,das
durch die leeren Fenster wob. Wo
Schritte einst den Boden ehrten,regiert
nun Schweigen und Zerfall.Die
Jahre, die das Glück verzehrten,hinterlassen
nur den hohlen Schall. Der
Efeu frisst die grauen Mauern,die
Pracht von einst ist längst dahin.In
Rissen wohnt ein tiefes Trauern,verschwunden
ist der stolze Sinn. Ein
leises Echo schwebt in Fluren,der
Wind verweht, was wir gebaut.Verblasst
sind längst die alten Spuren,dem
Schweigen wird nun anvertraut. Die
Uhr schlägt still in leeren Räumen,das
Gestern wird zum fernen Grab.Wir
wandeln nur in kurzen Träumen,bis
uns die Nacht den Frieden gab. Der
Sand zerrinnt in kalten Händen,kein
Augenblick hält jemals stand.Was
wir auch tun, wie wir uns wenden,die
Zeit zieht fest ihr dunkles Band. ©
Birgit Klingebeil [03/2026]
10.10.2026
09.10.2026
Der Funke am Seelengrund
Der
Funke am Seelengrund Wenn
im Nebel Wege schwindenund
Dunkles dir die Sicht verstellt,lässt
sich ein stiller Faden finden,der
dich im tiefsten Innern hält. Sie
kommt nicht mit Paukenschlägen,sie
fordert nicht und brennt nicht wild.Sie
gleicht vielmehr dem leisen Regen,der
sanft den durst'gen Boden stillt. Die
Hoffnung ist kein bloßes Hoffenauf
ein bequemes, schnelles Glück.Sie
hält das Herz im Sturme offenund
holt den Mut ins Jetzt zurück. Sie
ist der Boden unter Schritten,wenn
ringsumher das Land versinkt.Sie
hat schon jeden Schmerz gelitten,im
Wissen, dass ein Morgen winkt. Sie
trägt uns durch das tiefe Tal,gibt
müden Füßen neue Kraft,bis
mit dem ersten Sonnenstrahldas
Leben wieder Aufbruch schafft. Sie
ist der Anker in den Wellen,das
kleine Licht im grauen Kleid,bereit,
die Schatten zu erhellen,getragen
von der Ewigkeit. ©
Birgit Klingebeil [10/2026]
Abonnieren
Posts (Atom)









