14.10.2026

Die stille Sinfonie

 
Die stille Sinfonie
 
Wir laufen durch die Tage, oft in Saus und Braus,
und setzen dabei vieles als gegeben schon voraus.
Wir planen, wir hasten, wir jagen dem Glück hinterher
und merken im Getümmel die Wunder oft nicht mehr.
 
Erst wenn nichts mehr geht und der Körper einmal ruht,
spüren wir ganz plötzlich, wie weh das Leiden tut.
Dann bricht sich eine Einsicht ganz leise ihre Bahn:
Gesundheit ist das Schönste, was man haben kann.
 
Sie ist ja kein Besitz, den man kauft oder erzwingt,
sie ist vielmehr ein Lied, das im Stillen uns erklingt.
Denn gesund zu sein bedeutet in jeder Lebenszeit,
nicht Reichtum, nicht Ruhm, doch wahre Lebendigkeit.
~~~~~
Sie lehrt uns, jeden Augenblick als Geschenk zu sehen
und lässt uns voller Hoffnung in die Zukunft gehen.
 
© Birgit Klingebeil [10/2026]

Zuversicht


 

13.10.2026

 

Indian Summer
Ein Windhauch zieht durch alle Kronen,
wo nun die warmen Farben wohnen.
Ein Meer aus Gold und tiefem Rot
verdrängt hier noch des Winters Not.
 
Die Luft ist klar und der Himmel weit,
in diesen Augenblicken voller Ewigkeit.
Ein gesponnener Zauber, still und rein,
lädt uns zum leisen Bestaunen ein.
 
Der Wald steht stumm in dieser Pracht,
wenn farbenfroh der Herbst uns lacht.
Ein letzter Glanz, ein wildes Glühen,
bevor die Blätter dann müde fliehen.
 
© Birgit Klingebeil [10/2026]


Nebel


 

12.10.2026

Herbst- Couture


 

Elfchen

 

Möge
der Oktober
leuchtende Momente bringen
für Seele und Herz
dauerhaft.

Leben
ist Veränderung
Spuren hinterlassen Erinnerung
die Zeit erzählt Geschichten
Erfahrung.






11.10.2026

Was wir auch tun

 

 

Was wir auch tun
 
Der Stein zerbricht an kalten Tagen,
wo einst ein stolzes Dach sich hob.
Nur Wind hört noch das leise Klagen,
das durch die leeren Fenster wob.
 
Wo Schritte einst den Boden ehrten,
regiert nun Schweigen und Zerfall.
Die Jahre, die das Glück verzehrten,
hinterlassen nur den hohlen Schall.
 
Der Efeu frisst die grauen Mauern,
die Pracht von einst ist längst dahin.
In Rissen wohnt ein tiefes Trauern,
verschwunden ist der stolze Sinn.
 
Ein leises Echo schwebt in Fluren,
der Wind verweht, was wir gebaut.
Verblasst sind längst die alten Spuren,
dem Schweigen wird nun anvertraut.
 
Die Uhr schlägt still in leeren Räumen,
das Gestern wird zum fernen Grab.
Wir wandeln nur in kurzen Träumen,
bis uns die Nacht den Frieden gab.
 
Der Sand zerrinnt in kalten Händen,
kein Augenblick hält jemals stand.
Was wir auch tun, wie wir uns wenden,
die Zeit zieht fest ihr dunkles Band.
 
© Birgit Klingebeil [03/2026]

Elfchen


 

Grüße zum Sonntag von Hanni


 

10.10.2026

09.10.2026

Der Funke am Seelengrund

 

Der Funke am Seelengrund
 
Wenn im Nebel Wege schwinden
und Dunkles dir die Sicht verstellt,
lässt sich ein stiller Faden finden,
der dich im tiefsten Innern hält.
 
Sie kommt nicht mit Paukenschlägen,
sie fordert nicht und brennt nicht wild.
Sie gleicht vielmehr dem leisen Regen,
der sanft den durst'gen Boden stillt.
 
Die Hoffnung ist kein bloßes Hoffen
auf ein bequemes, schnelles Glück.
Sie hält das Herz im Sturme offen
und holt den Mut ins Jetzt zurück.
 
Sie ist der Boden unter Schritten,
wenn ringsumher das Land versinkt.
Sie hat schon jeden Schmerz gelitten,
im Wissen, dass ein Morgen winkt.
 
Sie trägt uns durch das tiefe Tal,
gibt müden Füßen neue Kraft,
bis mit dem ersten Sonnenstrahl
das Leben wieder Aufbruch schafft.
 
Sie ist der Anker in den Wellen,
das kleine Licht im grauen Kleid,
bereit, die Schatten zu erhellen,
getragen von der Ewigkeit.
 
© Birgit Klingebeil [10/2026]

Regentag

Tropfen wie Tränen
rollen am Fenster entlang
Grüße vom Regen