04.09.2026

Im Traumreich

 
Im Traumreich
 
Die Welt da draußen lärmt und eilt,
sie fordert Zeit, sie fordert Schritt.
Doch wer im Reich der Träume weilt,
nimmt diese laute Welt nicht mit.
 
Ein zarter Vorhang fällt aus Licht,
die graue Pflicht verblasst im Nu.
Was gestern war, das zählt hier nicht,
ich schließ' nur sanft die Augen zu.
 
Der Geist entflieht dem engen Raum,
kein Seil, kein Netz, das ihn noch hält.
Es webt sich Traum an bunten Traum,
verweil ich stumm in dieser Welt.
 
Doch reißt der Tag mich jäh zurück,
der Vorhang hebt sich, hell und kühl.
Es bleibt ein kleiner Rest vom Glück,
voll tiefer Sehnsucht und Gefühl.
 
© Birgit Klingebeil [08/2026]

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